Ein Jahr Zungenbrand

Ich beim Ausbrüten eines neuen Artikels.

Es gibt nichts, das so schnell vergeht wie die Zeit. Jetzt ist es schon ein Jahr her, seitdem ich mein Pfeifenraucherblog ins Leben gerufen habe. Es kommt mir vor als wäre es gestern gewesen, da mein lieber Freund und Ex-Kollege Peter Manderfeld von Übergrün mich ermutigte und – als ich nicht schnell genug agierte – geradezu bedrängte, endlich ein Pfeifenraucherblog ins Leben zu rufen. Nun ja – vor einem Jahr, im April 2012 war es dann so weit. Und jetzt will ich zurückzublicken auf das vergangene Jahr.

Der Kohlhase war da

Es ist Ostern. Dieses Jahr habe ich mich entschlossen, mir etwas Besonderes zu gönnen. Nichts Großes. Keine neue Pfeife aus Gold oder so etwas. Nein, nein, eher etwas Kleines aber Feines.

Also ging ich letzte Woche zu Pfeifen Heinrichs, um mich inspirieren zu lassen. Nach einem kleinen Plausch mit Peter Heinrichs wurde ich dann fündig. Ich kaufte mir den Ostertabak von Kohlhase & Kopp.

Das war insofern etwas Besonderes als mir die oft recht stark aromatisierten Tabake von K & K in aller Regel ein wenig zu süß riechen und schmecken. Aber ich wollte etwas Besonderes für die Ostertage. Also ließ ich mich inspirieren, kaufte den Tabak und nahm ihn mit zu meinen Schwiegereltern, wo wir uns bis zum Ostersonntag einquartiert hatten.

„Zeit für eine VAUEN“

Alexander Eckert leitet die Geschicke eines ganz besonderen Unternehmens. Er ist Geschäftsführender Gesellschafter der ältesten deutschen Pfeifenmanufaktur VAUEN. Seit 1848 stellen die Nürnberger Pfeifen her. Dabei stellt VAUEN hohe Qualitätsanforderungen an alle seine Pfeifen. Solche, die eine erlesene Holzqualität mit attraktiver Maserung und eine sehr aufwändige Verarbeitung aufweisen, werden mit dem allseits bekannten Markenzeichen, dem weißen Punkt auf dem Mundstück, ausgezeichnet. Das Nürnberger Unternehmen fällt seit einigen Jahren immer wieder mit originellen Ideen und außergewöhnlichem Design auf. Alexander Eckert, der das Familienunternehmen in der fünften Generation führt, ist überzeugter Verfechter dieses Innovationskurses. Eine Innovation, die mich ganz besonders angesprochen hat, ist die kommunikative Leitidee des Unternehmens: „Zeit für eine VAUEN“. Letzte Woche hatte ich das Vergnügen, mit Alexander Eckert kurz über die Hintergründe dieser Idee zu sprechen.

Mein Männerschränkchen

Letzte Woche fiel mir die Karriere-Beilage des Handelsblatts in die Hände. Ein Artikel von Sebastian Christ zog meine Aufmerksamkeit auf sich: „Wenn Mann nicht weiterkommt“. Der Journalist berichtet über Fälle von Männerdiskriminierung, die aufgrund der allenthalben laut werdenden Forderungen nach mehr Frauen in Führungspositionen entstehen kann.

Es ist eigentlich logisch: Wenn bei gleicher Eignung die Frau den Posten erhält, wird zwar auf gesellschaftlicher Ebene ein Ungleichgewicht – das zwischen Männern und Frauen in Führungspositionen – verringert, zugleich aber auf individueller Ebene eine Ungerechtigkeit geschaffen: das Geschlecht entscheidet, wer den Job bekommt. In dem Artikel zitiert Christ einen Fall aus einem deutschen Konzern, wo es bereits genau so gekommen ist. Keine guten Aussichten also für die Männer mit Karriereambitionen unter uns Pfeifenrauchern!