Kleine Typologie der Pfeifenraucher

Pfeifenrauchern sagt man ja nach, dass sie etwas anders sind als die meisten anderen Menschen. Ob sie dabei als individualistischer, gemütlicher oder einfach nur skurril markiert werden sollen, unterscheidet sich von Fall zu Fall. Ich selbst habe diese Erfahrung nicht gemacht. Das mag daran liegen, dass entgegen allen Gerüchten Pfeifenraucher ganz normale Menschen sind. Das mag aber auch daran liegen, dass Skurrile einander nicht als skurril sondern als ganz normal empfinden.

„Es ist kein einfach verdientes Brot“

Wer in Deutschland nach guten Pfeifenmachern Ausschau hält, der kommt an Holmer Knudsen inzwischen nicht mehr vorbei. Seit neun Jahren baut der Ingenieur für Verfahrenstechnik aus dem norddeutschen Husum Pfeifen. Seit einigen Jahren unter dem eigenen Namen. Dabei ist er eher zufällig zum Pfeifenmacher geworden. Holmer Knudsen traf ich kurz vor Weihnachten bei Pfeifen Heinrichs in Köln. Mit ihm habe ich über den Job des Pfeifenmachers gesprochen. Er hatte Dinge über diesen Beruf zu berichten, die ich so nicht erwartet hätte.Herr Knudsen, Sie stellen Pfeifen her. Wie kommt man dazu, Pfeifenmacher zu werden?

Die unbesinnliche Besinnlichkeit des Pfeiferauchens

Rote Mütze, weißer Bart, schwarze Pfeife - fertig ist der Zungenbrand-Weihnachtsmann

In der Zeit zwischen Weihnachten und Silvester tickt die Uhr irgendwie anders. Ich weiß nicht genau wie. Aber Ihr ahnt bestimmt, was ich meine. Wir spüren die Zeit nicht mehr so deutlich, wie sonst. Die Uhr tickt irgendwie – ja vielleicht könnte man es so ausdrücken – die Uhr tickt irgendwie leiser. Aus diesem Grund fand ich den Ausdruck „zwischen den Jahren“ auch immer so passend. Das alte Jahr ist vorüber, aber das neue hat noch nicht begonnen. Was immer unseren Alltag während des Jahres durchwirkt und uns vor sich her treibt, hat zwischen Weihnachten und Silvester Pause.

Papa ante portas

Diesen Freitag hat meine zweimonatige Elternzeit begonnen. Unter neidvollen Blicken der Kollegen verließ ich am Donnerstag das Büro. Jetzt beginnt das große Füßehochlegen für mich – so könnte man die allgemeine Meinung zusammenfassen, die mir in den letzten Tagen nicht nur im Büro entgegenschlug.

Meine Elternzeit begann allerdings nicht, wie geplant, mit einer entspannten Pfeife, sondern damit, dass ich unsere Toilette reparieren musste. Die Dichtung des Wasserzulaufs war hin. Nun, diese Fehlentwicklung ist inzwischen korrigiert. Eine ganz andere Frage indessen wartet noch auf ihre Auflösung: Was fange ich mit meiner Elternzeit an?

Von der Zirkulatur des Vierecks

Es gibt Dinge im Leben, die lassen sich nur sehr schwer, manchmal sogar  überhaupt nicht unter einen Hut bringen. Denkt mal drüber nach: Abenteuer und Geborgenheit, Freiheit und Sicherheit, Vertrauen und Kontrolle, Freizeit und Karriere, Liebe und Selbstverwirklichung, Fernweh und Heimweh – irgendwie spielt sich unser Leben immer im Spannungsfeld zwischen zwei einander widersprechenden Extremen ab, oder etwa nicht? Nun ja, vielleicht nicht wirklich immer. Aber wir alle kennen doch die Situation, in der wir uns hin- und hergerissen fühlen. Oft kämpft dann unsere emotionale Seite gegen unsere rationale.

Haben Sie mal Feuer, Herr Titan?

Der griechischen Legende nach war es der Titan Prometheus, dem wir Menschen das Feuer verdanken. Zunächst hat er uns durch einen Trick dabei geholfen, dass wir den Göttern nicht die besten Stücke Fleisch opfern mussten. Als Zeus dahinter kam und der Menschheit zur Strafe das Feuer vorenthielt, brachte Prometheus es ihnen – gegen den Willen des Götterchefs.

„Der Geruch vom Opa ist einem heute wieder in der Nase“

Berühmtheiten wie Arnold Schwarzenegger, George Hamilton, Hillary und Bill Clinton hat er in seinem Geschäft auf der Hahnenstraße in Köln schon bedient. Und auch ich kaufe gerne bei ihm, wenn ich eine neue Pfeife oder einen Tabak suche. Die Rede ist von dem Kölner Unternehmer Peter Heinrichs. Der 66jährige führt in dritter Generation das Familienunternehmen „Pfeifen Heinrichs“ und hat die Marke „Peter Heinrichs“ aufgebaut. Mit ihm habe ich über ein gesellschaftliches Comeback der Pfeife, das Nichtraucherschutzgesetz und die Dinge gesprochen, die im Leben wirklich zählen. Ich habe eine inspirierende Persönlichkeit mit einem scharfen Blick für das Wesentliche kennen gelernt.

Trinken war gestern – die Zukunft gehört dem Sprühen

Schon vor 101 Jahren hat der österreichisch-amerikanische Ökonom Joseph Alois Schumpeter ein Vorurteil eigentlich schon widerlegt, das sich trotz guter Argumente bis heute gehalten hat. Ich meine das Vorurteil, eine Innovation sei etwas durch und durch Neues, noch nie Dagewesenes und deshalb besonders Kreatives. Im Herbst 1911, veröffentlichte Schumpeter sein legendäres Werk „Theorie der wirtschaftlichen Entwicklung”. Hier definiert er Innovationen als das „Durchsetzen neuer Kombinationen“. Es ist also nicht die ultimative Neuartigkeit aller Bestandteile, die eine Innovation zu einer Innovation macht, sondern auf die neue Kombination von bereits Vorhandenem kommt es an. Das Rad muss nicht immer gleich neu erfunden werden, vielmehr zählt, was sonst noch an dem Rad dranhängt.Letzten Samstag war ich beim Smokertreff des Kölner Pfeifen- und Tabakhändlers Peter Heinrichs in Niederaußem. Dort ist mir eine echte Schumpetersche Innovation begegnet. Lasst mich kurz berichten!

„Zeit für eine VAUEN“

Alexander Eckert leitet die Geschicke eines ganz besonderen Unternehmens. Er ist Geschäftsführender Gesellschafter der ältesten deutschen Pfeifenmanufaktur VAUEN. Seit 1848 stellen die Nürnberger Pfeifen her. Dabei stellt VAUEN hohe Qualitätsanforderungen an alle seine Pfeifen. Solche, die eine erlesene Holzqualität mit attraktiver Maserung und eine sehr aufwändige Verarbeitung aufweisen, werden mit dem allseits bekannten Markenzeichen, dem weißen Punkt auf dem Mundstück, ausgezeichnet. Das Nürnberger Unternehmen fällt seit einigen Jahren immer wieder mit originellen Ideen und außergewöhnlichem Design auf. Alexander Eckert, der das Familienunternehmen in der fünften Generation führt, ist überzeugter Verfechter dieses Innovationskurses. Eine Innovation, die mich ganz besonders angesprochen hat, ist die kommunikative Leitidee des Unternehmens: „Zeit für eine VAUEN“. Letzte Woche hatte ich das Vergnügen, mit Alexander Eckert kurz über die Hintergründe dieser Idee zu sprechen.

Mein Männerschränkchen

Letzte Woche fiel mir die Karriere-Beilage des Handelsblatts in die Hände. Ein Artikel von Sebastian Christ zog meine Aufmerksamkeit auf sich: „Wenn Mann nicht weiterkommt“. Der Journalist berichtet über Fälle von Männerdiskriminierung, die aufgrund der allenthalben laut werdenden Forderungen nach mehr Frauen in Führungspositionen entstehen kann.

Es ist eigentlich logisch: Wenn bei gleicher Eignung die Frau den Posten erhält, wird zwar auf gesellschaftlicher Ebene ein Ungleichgewicht – das zwischen Männern und Frauen in Führungspositionen – verringert, zugleich aber auf individueller Ebene eine Ungerechtigkeit geschaffen: das Geschlecht entscheidet, wer den Job bekommt. In dem Artikel zitiert Christ einen Fall aus einem deutschen Konzern, wo es bereits genau so gekommen ist. Keine guten Aussichten also für die Männer mit Karriereambitionen unter uns Pfeifenrauchern!