Ein Jahr Zungenbrand

Ich beim Ausbrüten eines neuen Artikels.

Es gibt nichts, das so schnell vergeht wie die Zeit. Jetzt ist es schon ein Jahr her, seitdem ich mein Pfeifenraucherblog ins Leben gerufen habe. Es kommt mir vor als wäre es gestern gewesen, da mein lieber Freund und Ex-Kollege Peter Manderfeld von Übergrün mich ermutigte und – als ich nicht schnell genug agierte – geradezu bedrängte, endlich ein Pfeifenraucherblog ins Leben zu rufen. Nun ja – vor einem Jahr, im April 2012 war es dann so weit. Und jetzt will ich zurückzublicken auf das vergangene Jahr.

„Es ist kein einfach verdientes Brot“

Wer in Deutschland nach guten Pfeifenmachern Ausschau hält, der kommt an Holmer Knudsen inzwischen nicht mehr vorbei. Seit neun Jahren baut der Ingenieur für Verfahrenstechnik aus dem norddeutschen Husum Pfeifen. Seit einigen Jahren unter dem eigenen Namen. Dabei ist er eher zufällig zum Pfeifenmacher geworden. Holmer Knudsen traf ich kurz vor Weihnachten bei Pfeifen Heinrichs in Köln. Mit ihm habe ich über den Job des Pfeifenmachers gesprochen. Er hatte Dinge über diesen Beruf zu berichten, die ich so nicht erwartet hätte.Herr Knudsen, Sie stellen Pfeifen her. Wie kommt man dazu, Pfeifenmacher zu werden?

„Der Geruch vom Opa ist einem heute wieder in der Nase“

Berühmtheiten wie Arnold Schwarzenegger, George Hamilton, Hillary und Bill Clinton hat er in seinem Geschäft auf der Hahnenstraße in Köln schon bedient. Und auch ich kaufe gerne bei ihm, wenn ich eine neue Pfeife oder einen Tabak suche. Die Rede ist von dem Kölner Unternehmer Peter Heinrichs. Der 66jährige führt in dritter Generation das Familienunternehmen „Pfeifen Heinrichs“ und hat die Marke „Peter Heinrichs“ aufgebaut. Mit ihm habe ich über ein gesellschaftliches Comeback der Pfeife, das Nichtraucherschutzgesetz und die Dinge gesprochen, die im Leben wirklich zählen. Ich habe eine inspirierende Persönlichkeit mit einem scharfen Blick für das Wesentliche kennen gelernt.

„Zeit für eine VAUEN“

Alexander Eckert leitet die Geschicke eines ganz besonderen Unternehmens. Er ist Geschäftsführender Gesellschafter der ältesten deutschen Pfeifenmanufaktur VAUEN. Seit 1848 stellen die Nürnberger Pfeifen her. Dabei stellt VAUEN hohe Qualitätsanforderungen an alle seine Pfeifen. Solche, die eine erlesene Holzqualität mit attraktiver Maserung und eine sehr aufwändige Verarbeitung aufweisen, werden mit dem allseits bekannten Markenzeichen, dem weißen Punkt auf dem Mundstück, ausgezeichnet. Das Nürnberger Unternehmen fällt seit einigen Jahren immer wieder mit originellen Ideen und außergewöhnlichem Design auf. Alexander Eckert, der das Familienunternehmen in der fünften Generation führt, ist überzeugter Verfechter dieses Innovationskurses. Eine Innovation, die mich ganz besonders angesprochen hat, ist die kommunikative Leitidee des Unternehmens: „Zeit für eine VAUEN“. Letzte Woche hatte ich das Vergnügen, mit Alexander Eckert kurz über die Hintergründe dieser Idee zu sprechen.

Wenn die Pfeife am anderen Ende der Welt wartet

Daniel Hildebrandt hat im Online-Marketing Karriere gemacht. Der 33jährige ist Leiter Immobilienmarkt & Automarkt beim Vermarkter Kalaydo. Auch privat läuft bei dem Königsdorfer, der sich eher als Kölner denn als Frechener empfindet, eigentlich alles rund. Wenn da nicht dieser Traum wäre. Dieser Traum von einem Leben am anderen Ende der Welt. Daniel ist seit ungefähr 20 Jahren ein sehr guter Freund von mir. Letztes Wochenende hat er mir von seinem Traum erzählt und davon, wie seine erste Pfeife zum Symbol der Erfüllung dieses Traums wurde.

Daniel, du wirst Deutschland verlassen. Wo geht es hin?

Ich werde noch dieses Jahr nach Hawaii auswandern.

„Stolz und Frust liegen hier eng bei einander“

Vor rund vier Jahren hat Marcel Wagner einen Meerschaumpfeifenschnitzer in der Türkei besucht. Marcel ist Journalist beim SWR und seit Jahren einer meiner besten Freunde. Mit ihm habe ich über das Geschäft des Meerschaumpfeifenschnitzens gesprochen. Er hatte Interessantes, Skurriles aber auch Trauriges zu berichten.

Marcel, wie seid Ihr damals darauf gekommen, einen Bericht über Meerschaum zu drehen?