Luxus

Luxus – Lateinisch für 1. üppige Fruchtbarkeit; 2. Pracht, überflüssiger Aufwand; 3. Üppigkeit, Ausschweifung, Sittenlosigkeit.

Gestern glitt mein Blick zufällig über den kleinen Hängeschrank an unserer Wohnzimmerwand. Ich stellte fest, dass sich die Vielfalt meiner Tabaksammlung während der letzten Monate deutlich erhöht hatte.

Was war geschehen? War ich gierig geworden? Hatte mich die Verschwendungssucht, die „Ausschweifung“, die „Sittenlosigkeit“, gepackt? Oder war ich überraschend zu Geld gekommen?

Nun ja, zumindest Letzteres kann ich aufrichtig verneinen. Dennoch ist nicht von der Hand zu weisen, dass ich über eine erstaunliche Auswahl an Pfeifentabaken verfügte. Also: Was ist da los?

Der Kohlhase war da

Es ist Ostern. Dieses Jahr habe ich mich entschlossen, mir etwas Besonderes zu gönnen. Nichts Großes. Keine neue Pfeife aus Gold oder so etwas. Nein, nein, eher etwas Kleines aber Feines.

Also ging ich letzte Woche zu Pfeifen Heinrichs, um mich inspirieren zu lassen. Nach einem kleinen Plausch mit Peter Heinrichs wurde ich dann fündig. Ich kaufte mir den Ostertabak von Kohlhase & Kopp.

Das war insofern etwas Besonderes als mir die oft recht stark aromatisierten Tabake von K & K in aller Regel ein wenig zu süß riechen und schmecken. Aber ich wollte etwas Besonderes für die Ostertage. Also ließ ich mich inspirieren, kaufte den Tabak und nahm ihn mit zu meinen Schwiegereltern, wo wir uns bis zum Ostersonntag einquartiert hatten.

Von Aromen, Verpackungen und Sprichwörtern

Noch gibt es sie: Pfeifentabake, deren Verpackung nichts weniger als ein Genussversprechen gibt.

Sprichwörter sind keine allgemeingültigen Wahrheiten. Manchmal passen sie ganz gut, um eine Situation pointiert zu beschreiben oder zu kommentieren. Niemals jedoch sollte man aus einem Sprichwort ableiten, was im Einzelfall zu tun ist.

Nehmen wir den geläufigen Satz „Der Zweck heiligt die Mittel“. Das Tückische bei der Anwedung dieser Binsenweisheit ist, dass das eigentlich zu Diskutierende meistens in den Hintergrund gedrängt wird. Statt darüber zu sprechen, ob die gewählten Mittel die richtigen seien, wird suggeriert, dass es die einzigen seien, und die Aufmerksamkeit auf die Dringlichkeit des Zwecks gelenkt.

Mein Kalifornischer Traum

Es gibt Orte auf dieser Welt, von denen man sagt: Wer einmal hier gewesen ist, der will immer wieder hierhin zurück. Für mich ist der US-Bundesstaat Kalifornien so ein Ort. Seit ich Ende der 80er und Anfang der 90er Jahre als Junge und Teenager mit meinen Eltern dort war, hege ich den Wunsch zurück zu kehren in den Golden State – auch um die Kindheitserinnerungen mit den Augen des Erwachsenen aufzufrischen. Es ist ein wenig so wie in dem Lied von Roy Orbison: „One sunny day, I’ll get back again. Somehow, someway but I don’t know when, California blue.” Oder wie der andere Roy – der deutsche – einmal gesungen hat: „Nur einmal noch San Francisco seh’n, und irgendwann werd’ ich nie mehr geh’n.“