Das Wählen von Pfeifen und Politikern

Es kommt nicht selten vor, dass mich eine unsichtbare Macht in der einen oder anderen Mittagspause zum Kölner Neumarkt zieht. Wie zufällig schlendre ich dann bei meinem Lieblingspfeifengeschäft in der Hahnenstraße vorbei. Und gerade, wenn ich fast vorüber gegangen bin, greift die geheimnisvolle Macht wieder nach mir und zieht mich hinein ins Haus der 10.000 Pfeifen von Peter Heinrichs. Und dann stehe ich dort und lasse mich inspirieren.

Noch Fragen?

Kunst, Genuss und Kunstgenuss

Zur DNA der schönen Künste wie Musik, Dichtung und Malerei gehört ein Dilemma. Entweder man ist der Überzeugung, es gebe ein objektiv gültiges Kriterium für gute und damit im klassischen Sinn schöne Kunst. Oder man bezweifelt die Existenz dieses Kriteriums und erklärt Kunst zur Sache des subjektiven Geschmacks.

Im ersten Fall gerät man schnell in die Verlegenheit, das vermeintlich objektive Kriterium auch benennen zu müssen. Und das haut freilich so gut wie nie hin. Entweder man beruft sich auf Instanzen, die etwas zu sagen haben, wie anerkannte Kritiker oder berühmte Künstler, oder man flüchtet sich in die Ideologie. Schön ist dann, was die Ideologie politisch unterstützt. Ein wirklich objektives Kriterium aber hat noch niemand gefunden, oder?

Vom Totenschädel mit Pfeife

Ich kann mich nicht an viele Dinge erinnern, die mit meinem Großvater zu tun haben. Es gibt da einen Waldspaziergang mit ihm, an den ich hin und wieder denke, und die
Tatsache, dass er Pfeifenraucher war. So kann ich mich etwa an seine große dunkle Pfeife erinnern, die oft auf dem Wohnzimmertisch meiner Großeltern lag. Viel mehr ist da aber leider nicht. Wen wundert’s, denn immerhin war ich kaum vier Jahre alt, als er starb. Das ist alles lange her. Und doch habe ich mir oft gewünscht mehr über diesen Mann zu erfahren, der nicht nur mein Großvater sondern auch mein Taufpate war. Letzte Woche erfuhr ich dann ganz unverhofft tatsächlich noch etwas über ihn: Mein Opa war ganz offensichtlich ein Spaßvogel!

Content aus Morganton

Es war einmal ein Mann, der lebte in Morganton, North Carolina. Während alle Welt über Content Marketing redete, und doch keiner so recht wusste, was das eigentlich war, worüber alle redeten, redete der Man aus Morganton kaum darüber. Stattdessen machte er es einfach. Und er hatte damit großen Erfolg.

So oder so ähnlich könnte dereinst ein schlauer Mensch die Geschichte vom Content Marketing erzählen. Content Marketing? Was das nun wieder ist, fragt Ihr Euch? Nun ja, die Antwort ist einfach und schwierig zugleich. Wie Ihr vielleicht wisst, bin ich selbst Kommunikationsberater. Ich werde deshalb versuchen Euch diese zugleich einfache und schwierige Frage im Rahmen meiner Möglichkeiten zu beantworten.

There’s a place called Kokomo …

„… that’s where you wanna go to get away from it all”, sangen die Beach Boys 1988 in ihrem nicht zuletzt durch den Film “Cocktail” mit Tom Cruise berühmt gewordenen Song. Niemand weiß so recht, wo dieses Kokomo eigentlich sein soll. Dem Song nach zu urteilen muss es irgendwo auf Jamaika liegen. Und tatsächlich gibt es dort, wenn auch keine Ortschaft mit diesem Namen, so angeblich doch zumindest eine Ferienanlage mit dem Namen „Kokomo Island“. Für einige Interpreten des Songs ist damit die Lösung gefunden.

Über Festhalten und Loslassen

Geschafft. Er kann’s. Mit dem Stolz des liebenden Vaters sah ich meinem vierjährigen Sohn letzten Sonntag hinterher. Es war das erste Mal, dass er völlig eigenständig auf seinem kleinen roten Fahrrad vor mir her fuhr. Stolz sah ich, mit was für einer Inbrunst er in die Pedalen trat. Ein kleiner Mann voller Abenteuerlust auf seinem Weg in die weite Welt.

Da fährt er …

Aber es war auch Angst dabei. Denn er wurde irgendwann so schnell, dass ich nicht mehr hinterher kam. Jetzt würde ich ihn nicht mehr beschützen können, wenn er das
Gleichgewicht verliert, nicht mehr in letzter Sekunde nach dem Gurt greifen können, den ich ihm für genau diesen Zweck umgebunden hatte.

Die rote Corvette

Nach einer schweren Bronchitis und fast drei Wochen Rauchpause habe ich mich am Samstag das erste Mal wieder an die Pfeife getraut. Und prompt kam eine alte Bekannte in einem roten Auto angerauscht, die ich lange nicht gesehen hatte. Auch, weil ich sie nicht hatte sehen wollen. Aber ich will Euch alles von Anfang an erzählen. Und angefangen hat alles mit einem Tabak.

Der Summertime 2013 von Peterson

Die unterschiedliche Geschwindigkeit der Zeit

Die Zeit - laut unserer Uhr vergeht sie für alle gleichschnell. Aber ist die abgelesene Zeit auch die wirkliche Zeit?

Könnt Ihr Euch noch erinnern? Wir waren noch Kinder. Es war der erste Tag der Sommerferien. Mein Gott, sechs endlose Wochen ohne Schule hatten wir vor uns. Wochen absoluter Freiheit. Das nächste Schuljahr schien ein halbes Leben entfernt. Vielleicht sogar noch weiter.

Oder denkt mal daran, wie es war, als Ihr am ersten Dezember ein Türchen im Adventskalender geöffnet hattet. Diese 23 Tage bis Weihanachten erscheinen Euch ganz bestimmt auch wie eine Ewigkeit. Jedenfalls ging es mir so, als ich ein Kind war.

Ceci n’est pas une pipe

Irgendwann in der letzten Woche – es muss Montag oder Dienstag gewesen sein – fand ich beim Aufräumen eine Weihnachtskarte im Bücherregal, die mir mein lieber Freund Marcel letztes Jahr geschickt hatte. Nun ja, ich gebe zu, das Motiv ist ungewöhnlich und ganz und gar nicht typisch für eine Weihnachtskarte. Aber Ihr könnt mir ruhig glauben: Es ist wirklich eine. Sogar eine, über die ich mich ganz besonders gefreut habe, weil sie einige persönliche Sätze enthielt, die mir viel bedeuten. Darauf will ich allerdings jetzt nicht weiter eingehen. Worüber ich etwas erzählen möchte, ist vielmehr das auf der Karte abgebildete Gemälde.