Ein Traum von Cocktail

Ich befinde mich gerade im Urlaub auf der wunderschönen Insel Ibiza. und in den kommenden Wochen werde ich mir einen Traum erfüllen. Es nicht so sehr mein persönlicher Traum als vielmehr ein Traum, den die meisten Menschen aus den westlichen Industrieländern teilen: Es ist der Traum mit einem Cocktail in der Hand am Strand zu liegen.

„I’m tellin’ you / that science has proven / that heartaches are healed by the sea”, singt der amerikanische Countrystar Garth Brooks, um uns kurz darauf zu erklären: „Troubles I forgot ‘em / I buried ‘em in the sand / So bring me two pina coladas”.

Ich glaube, dass Garth Brooks den Nagel ziemlich genau auf den Kopf trifft, wenn er den Traum vom Cocktail am Meer als ein Symbol für den Sieg über all das, was uns am meisten ärgert, besingt. Meiner Meinung nach ist es genau dieser Gedanke des Sieges über die Unbilden des täglichen normalen Lebens der den Cocktail-am-Meer-Traum zum gemeinsamen Traum so vieler Menschen macht.

Der Legende nach verdankt der Cocktail ja sogar seinen Namen dem Umstand, dass er ein Getränk des Siegers war. Den „Cocktail“ – zu deutsch: Hahnenschwanz – des
Verliererhahns steckte sich nach der mexikanischen Sitte der Besitzer des Siegertieres nach einem Hahnenkampf an den Drink, mit dem er seinen Sieg beging. Einen Cocktail am Glas zu tragen bedeutete einen großen Sieg errungen zu haben.

In seinem Song versucht Garth Brooks vermöge der Cocktails seinen Liebeskummer zu besiegen. Entsprechend fordert er auch vorsichtshalber direkt zwei an der Zahl: „So bring me two pina coladas / One for each hand“.

Bei mir liegen die Dinge ein wenig anders. Erstens werde ich nicht in jeder Hand einen Cocktail haben. Zu meiner persönlichen Variante des Traums gehört es nämlich, dass ich in der anderen Hand meine Pfeife halte – gestopft vielleicht mit dem Californian Dream von Planta oder dem Summertime 2012 von Peterson. Zweitens geht es bei mir nicht um das Überwinden von Liebeskummer, sondern ganz banal um Erholung vom Alltag.

Und wenn ich dann den Zustand erreicht habe, den Garth Brooks in seinem Song mit den Worten beschreibt: „I’ve gotta say / that I think I’ve gotta stay / ‘cause this is feelin’ more and more like home“. Dann geht mein Flieger zurück, und der Traum ist aus. Tragisch, nicht wahr? Nun ja, ganz so schlimm ist es auch wieder nicht.

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