Kleine Typologie der Pfeifenraucher

Pfeifenrauchern sagt man ja nach, dass sie etwas anders sind als die meisten anderen Menschen. Ob sie dabei als individualistischer, gemütlicher oder einfach nur skurril markiert werden sollen, unterscheidet sich von Fall zu Fall. Ich selbst habe diese Erfahrung nicht gemacht. Das mag daran liegen, dass entgegen allen Gerüchten Pfeifenraucher ganz normale Menschen sind. Das mag aber auch daran liegen, dass Skurrile einander nicht als skurril sondern als ganz normal empfinden.

Von Aromen, Verpackungen und Sprichwörtern

Noch gibt es sie: Pfeifentabake, deren Verpackung nichts weniger als ein Genussversprechen gibt.

Sprichwörter sind keine allgemeingültigen Wahrheiten. Manchmal passen sie ganz gut, um eine Situation pointiert zu beschreiben oder zu kommentieren. Niemals jedoch sollte man aus einem Sprichwort ableiten, was im Einzelfall zu tun ist.

Nehmen wir den geläufigen Satz „Der Zweck heiligt die Mittel“. Das Tückische bei der Anwedung dieser Binsenweisheit ist, dass das eigentlich zu Diskutierende meistens in den Hintergrund gedrängt wird. Statt darüber zu sprechen, ob die gewählten Mittel die richtigen seien, wird suggeriert, dass es die einzigen seien, und die Aufmerksamkeit auf die Dringlichkeit des Zwecks gelenkt.

Die Fortsetzung der Toleranz mit rechtlichen Mitteln

Jetzt ist es da. Wir haben es alle kommen sehen. Manche haben es gefürchtet, andere verflucht, wieder andere haben es herbeigesehnt. Und jetzt ist es da: das Rauchverbot in NRW.

Nun ja, in gewisser Weise gibt es ja bereits seit dem 1. Januar 2008 ein Rauchverbot in Kneipen und Restaurants. Dran gehalten hat sich freilich keiner. Also hat die Rot-Grüne Landesregierung jetzt noch eins draufgesetzt. Am Donnerstag hat sie beschlossen, dass ab 1. Mai 2013 striktes Rauchverbot in allen Gaststätten herrschen soll. Ausgenommen sind lediglich private Feiern in geschlossener Gesellschaft.