Ersatzpfeifen und ungebetene Gäste

Eines ist klar: so etwas braucht kein Mensch. Und am allerwenigsten ein Pfeifenraucher. Nun ist aber die Welt nicht so gebaut, dass man das bekommt, was man braucht, will oder gar verdient. Oh nein! Vielmehr bekommt man immer das, was der Welt gerade in den Kram passt. Die Welt aber ist dummerweise ein eigensinniges und launiges Kind. Anders jedenfalls kann ich mir nicht erklären, dass mich letzte Woche – mitten im Sommer! – eine fiese Erkältung heimgesucht hat. Schnupfen, Husten, Kopf- und Halsschmerzen – das volle Programm, und draußen konstant über 20 Grad.

Vaterfreude schlägt Pfeife

Eigentlich wollte ich über einen ganz besonderen Tabak schreiben, den ich für mich entdeckt habe. Zur Einstimmung – so sah es mein Plan vor – würde ich mir eine Pfeife dieses Tabaks gönnen, um dann, noch mit dem herrlichen Geruch von Virginia-Tabak und der Früchte des Marula-Baumes in der Nase, zu Werke zu gehen. Wie gesagt, so hatte ich mir die Sache vorgestellt. Und wie so oft im Leben, kam es natürlich ganz anders.

Der Geist aus der Pfeife

Gestern habe ich etwas ganz altmodisches getan: ich habe im Internet gesurft. Könnt Ihr Euch an die Zeiten erinnern, da man noch im Internet surfte? Es war so Ende der 90er, und es war irgendwie anders im Internet als heute. Ganz klar, es gab noch kein Mitmachinternet, wie Facebook oder Youtube. Aber das meine ich nicht. Ich meine wirklich das so genannte Surfen. Man ließ sich treiben von Link zu Link und entdeckte dabei viele tolle Dinge. Dinge, von denen man nie gedacht hätte, dass es sie gibt. Und heute? Nun ja, heute ist es ein wenig anders, nicht wahr? Heute surfen wir nicht mehr, sondern wir googlen.

Nichtraucher, Gelegenheitsraucher oder was?

Obwohl ich Nichtraucher bin, rauche ich seit dem Sommer 2011 Pfeife. Wie das geht, fragt Ihr Euch? Nun ja, es ist natürlich ein wenig pointiert gesprochen. Aber wahr ist es trotzdem. Bis ins Jahr 2011 – ich war bereits 34 Jahre – habe ich nicht geraucht. Dann habe ich meine Leidenschaft für das Pfeiferauchen entdeckt.

Bis jetzt habe ich es jedoch durchgehalten, niemals mehr als zwei- bis dreimal in der Woche zur Pfeife zu greifen. Und manchmal, wenn mir nicht danach ist oder mir einfach die Zeit fehlt, rauche ich einige Wochen gar nicht. Ich glaube deshalb, dass ich (zumindest im körperlichen Sinne) nicht nikotinsüchtig bin, was mich zu einem Nichtraucher macht. Man könnte jetzt einwenden, dass ich doch eher ein Gelegenheitsraucher sei. Aber das möchte ich  entschieden zurückweisen. Nicht, weil ich etwas gegen Gelegenheitsraucher hätte. Sondern eher, weil ich etwas gegen Gelegenheiten habe.