Auf der Suche nach dem verlorenen Raum

Für diese Erkenntnis habe ich lange gebraucht. Aber jetzt weiß ich es: ich bin ein Sommermensch. Der Sommer ist ganz klar meine Jahreszeit. Dafür gibt es viele Gründe. Die meisten will ich Euch ersparen. Aber es gibt einen Grund, der Euch vielleicht doch interessieren könnte. Seitdem ich Pfeifenraucher bin, weiß ich den Sommer nämlich auch deshalb besonders zu schätzen, weil er ein Problem löst. Von diesem Problem möchte ich kurz erzählen.

„Stolz und Frust liegen hier eng bei einander“

Vor rund vier Jahren hat Marcel Wagner einen Meerschaumpfeifenschnitzer in der Türkei besucht. Marcel ist Journalist beim SWR und seit Jahren einer meiner besten Freunde. Mit ihm habe ich über das Geschäft des Meerschaumpfeifenschnitzens gesprochen. Er hatte Interessantes, Skurriles aber auch Trauriges zu berichten.

Marcel, wie seid Ihr damals darauf gekommen, einen Bericht über Meerschaum zu drehen?

Nichtraucher, Gelegenheitsraucher oder was?

Obwohl ich Nichtraucher bin, rauche ich seit dem Sommer 2011 Pfeife. Wie das geht, fragt Ihr Euch? Nun ja, es ist natürlich ein wenig pointiert gesprochen. Aber wahr ist es trotzdem. Bis ins Jahr 2011 – ich war bereits 34 Jahre – habe ich nicht geraucht. Dann habe ich meine Leidenschaft für das Pfeiferauchen entdeckt.

Bis jetzt habe ich es jedoch durchgehalten, niemals mehr als zwei- bis dreimal in der Woche zur Pfeife zu greifen. Und manchmal, wenn mir nicht danach ist oder mir einfach die Zeit fehlt, rauche ich einige Wochen gar nicht. Ich glaube deshalb, dass ich (zumindest im körperlichen Sinne) nicht nikotinsüchtig bin, was mich zu einem Nichtraucher macht. Man könnte jetzt einwenden, dass ich doch eher ein Gelegenheitsraucher sei. Aber das möchte ich  entschieden zurückweisen. Nicht, weil ich etwas gegen Gelegenheitsraucher hätte. Sondern eher, weil ich etwas gegen Gelegenheiten habe.