Die rote Corvette

Nach einer schweren Bronchitis und fast drei Wochen Rauchpause habe ich mich am Samstag das erste Mal wieder an die Pfeife getraut. Und prompt kam eine alte Bekannte in einem roten Auto angerauscht, die ich lange nicht gesehen hatte. Auch, weil ich sie nicht hatte sehen wollen. Aber ich will Euch alles von Anfang an erzählen. Und angefangen hat alles mit einem Tabak.

Der Summertime 2013 von Peterson

Trinken war gestern – die Zukunft gehört dem Sprühen

Schon vor 101 Jahren hat der österreichisch-amerikanische Ökonom Joseph Alois Schumpeter ein Vorurteil eigentlich schon widerlegt, das sich trotz guter Argumente bis heute gehalten hat. Ich meine das Vorurteil, eine Innovation sei etwas durch und durch Neues, noch nie Dagewesenes und deshalb besonders Kreatives. Im Herbst 1911, veröffentlichte Schumpeter sein legendäres Werk „Theorie der wirtschaftlichen Entwicklung”. Hier definiert er Innovationen als das „Durchsetzen neuer Kombinationen“. Es ist also nicht die ultimative Neuartigkeit aller Bestandteile, die eine Innovation zu einer Innovation macht, sondern auf die neue Kombination von bereits Vorhandenem kommt es an. Das Rad muss nicht immer gleich neu erfunden werden, vielmehr zählt, was sonst noch an dem Rad dranhängt.Letzten Samstag war ich beim Smokertreff des Kölner Pfeifen- und Tabakhändlers Peter Heinrichs in Niederaußem. Dort ist mir eine echte Schumpetersche Innovation begegnet. Lasst mich kurz berichten!

Vaterfreude schlägt Pfeife

Eigentlich wollte ich über einen ganz besonderen Tabak schreiben, den ich für mich entdeckt habe. Zur Einstimmung – so sah es mein Plan vor – würde ich mir eine Pfeife dieses Tabaks gönnen, um dann, noch mit dem herrlichen Geruch von Virginia-Tabak und der Früchte des Marula-Baumes in der Nase, zu Werke zu gehen. Wie gesagt, so hatte ich mir die Sache vorgestellt. Und wie so oft im Leben, kam es natürlich ganz anders.