Heute kann es regnen, stürmen oder schnei’n …

… der Perique von Planta schmeckt mir immer fein. So oder so ähnlich ließe sich eine Erfahrung zusammenfassen, die mich in der letzten Woche zum Nachdenken gebracht hat. Aber lasst mich dort beginnen, wo es anfing: Im Himmel.

Denn aus dem kam in der ganzen letzten Woche erst Schnee,dann Regen, dann wieder Schnee und schließlich – man glaubt es kaum – noch einmal Schnee. Keine guten Rahmenbedingungen für einen Pfeifenraucher wie mich, der in einem Nichtraucherhaushalt lebt und deshalb zum Pfeiferauchen nur allzu sehr auf gutes Wetter angewiesen ist. Also was sollte ich tun?

Irgendwann fiel mir die Decke auf den Kopf. Ich schnappte mir meine neue Mastro Beraldi und wagte mich hinaus ins Schneegestöber. Als Tabak wählte ich mir – eher zufällig als bewusst – den Perique aus der Image-Reihe des deutschen Tabakherstellers Planta. Eine glückliche Wahl, wie sich herausstellen sollte.

Perique wurde vor über 400 Jahren von den Choctaw-Indianern in Nordamerika erfunden und ursprünglich in hohlen Baumstämmen fermentiert. Echter Perique ist heute selten und wird nur in St. James in Louisiana angebaut. Da es sich um eine Tabakart mit sehr intensivem Geschmack und extrem hohen Nikotingehalt handelt, verwendet man ihn meistens nur, um einer Mischung eine besondere Richtung zu geben. Der Perique von Planta ist eine Mischung aus Virginia, Burley, Cavendish und eben jenen Perique-Graden aus St. James. Für die Image-Reihe verwendet Planta keinerlei Zusatzstoffe. Reiner Tabakgenuss also.

Durch diese spezielle Zubereitung ist der Perique von Planta indessen trockener als man das von anderen Tabaken so kennt. Letzten Sommer habe ich ihn hin und wieder geraucht und war ziemlich begeistert von dem kraftvollen und cremigen Geschmack. Ob der geringen Feuchtigkeit musste ich allerdings etwas vorsichtiger rauchen als gewohnt.

Um die verregnete Weihnachtszeit kam mir dann erstmals die Idee, dass dieser Perique der ideale Regentabak sein könnte. Wenn der Tabak einige Tropfen abbekommt, tut das dem Abbrennverhalten aufgrund der erwähnten Trockenheit keinen Abbruch, dachte ich mir. Und der Eindruck von damals hat sich mir letzte Woche im Schneegestöber eindrucksvoll bestätigt. Ich weiß, ich weiß: Es klingt verrückt, aber gerade die Verfeinerung des Tabaks durch gelegentliche himmlische Feuchtigkeitszugaben in Form von Regen oder Schnee führte meiner Meinung nach dazu, dass sich der Geschmack noch besser entfalten konnte als unter normalen Umständen. Von jetzt an freue ich mich auf schlechtes Wetter. Denn ein Regen- oder Schneespaziergang bedeutet, wie ich jetzt weiß, Optimalbedingungen für meinen Perique.

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2 thoughts on “Heute kann es regnen, stürmen oder schnei’n …

  1. Das hört sich interessant und geschmackvoll an. Ich erbitte eine Einladung zum Testrauchen. Ob auf Deiner Terrasse oder bei einem abendlichen Spaziergang ist mir egal – aus bekanntem Grund musst Du mir allerdings eine Pfeife leihen! Ich warte auf Deine Nachricht. Aloha ;) Danny

    • Hey Danny, Einladung ist hiermit erteilt ;-) Passt Dir iIrgendwann nächste Woche? Ich melde mich heute oder morgen bei Dir. Grüße
      Patrick

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