Nichtraucher, Gelegenheitsraucher oder was?

Obwohl ich Nichtraucher bin, rauche ich seit dem Sommer 2011 Pfeife. Wie das geht, fragt Ihr Euch? Nun ja, es ist natürlich ein wenig pointiert gesprochen. Aber wahr ist es trotzdem. Bis ins Jahr 2011 – ich war bereits 34 Jahre – habe ich nicht geraucht. Dann habe ich meine Leidenschaft für das Pfeiferauchen entdeckt.

Bis jetzt habe ich es jedoch durchgehalten, niemals mehr als zwei- bis dreimal in der Woche zur Pfeife zu greifen. Und manchmal, wenn mir nicht danach ist oder mir einfach die Zeit fehlt, rauche ich einige Wochen gar nicht. Ich glaube deshalb, dass ich (zumindest im körperlichen Sinne) nicht nikotinsüchtig bin, was mich zu einem Nichtraucher macht. Man könnte jetzt einwenden, dass ich doch eher ein Gelegenheitsraucher sei. Aber das möchte ich  entschieden zurückweisen. Nicht, weil ich etwas gegen Gelegenheitsraucher hätte. Sondern eher, weil ich etwas gegen Gelegenheiten habe.

Das Pfeiferauchen ist für mich ein Ritual, für das ich mir bewusst Zeit nehme und das ich deshalb auch in meinen Tagesablauf (meistens der Sams- oder Sonntage) einplane. Eine Gelegenheit ist aber nichts Geplantes. Sie ergibt sich spontan oder eben nicht. Da ich mein Pfeifenritual nicht dem Zufall überlasse – wann hat man auch schon mal zufällig eine halbe Stunde Zeit und dann auch noch die Pfeife dabei? – bin ich kein Gelegenheitsraucher. Aber Nichtraucher bin ich als Pfeifenraucher ganz streng genommen natürlich auch nicht. Da habt Ihr schon Recht. Nichtraucher ist ebenso falsch wie Gelegenheitsraucher.

So lange es allerdings kein Wort für meine Art zu rauchen gibt, entscheide ich mich gewissermaßen aus alter Gewohnheit dafür, Nichtraucher zu bleiben. Vielleicht habe ich aber auch einfach nur einen Rauchertyp übersehen, dem ich mich zuordnen könnte. Etwa den Ritualraucher? Oder den Planraucher? Oder gar den Ritualplanraucher? Vermutlich nicht.

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